Dienstag, 17. Januar 2012

El Calafate

Das erste Ziel unserer Reise in den Süden Argentiniens war das ca 3000 km entfernte El Calafate in der Provinz Santa Cruz. Witzigerweise ging unser Flug von Buenos Aires über Ushuaia nach Calafate, was bedeutet dass es erst runter nach Feuerland ging und nach einem Stop-over nach El Calafate. Damit waren wir zwar den gesamten Tag unterwegs aber es gab schonmal einen ersten sehr schönen Eindruck von Feuerland.

Wir erkundeten während unsere zwei Tage die wir nur hatten das schöne Patagonien zu Pferd, mit dem Boot und schlussendlich mit einer Gletscherwanderung auf dem Perito Moreno.

Landeanflug in El Calafate
 Unendliche und karge Weiten... wo nicht künstlich bewässert wird, wächst kein Gras
 Unser Blick von der Unterkunft auf den Lago Argentino.

 Traumhafte Erkundung der Umgebung zu Pferd. Dabei hat uns der patagonische Wind ordentlich um die Ohren geweht.

 Erster Blick auf den Gletscher Perito Moreno (jedoch sieht er hier kleiner aus als er ist)

 Im Hintergrund ist der Gletscher immerhin noch 40 Meter hoch
 Ab und zu sind mal paar Eisbrocken ins Wasser gefallen, was schon ordentlich gekracht hat. Der Gletscher schiebt sich täglich um zwei Meter nach vorne. Einfach beeindruckend dieses Naturschauspiel
 In der Mitte trifft der Gletscher auf Festland

 Die weit verbreitete Calafate Frucht. Man sagt, wer einmal davon gegessen hat, wird zurück kommen in den Süden Argentiniens
 Mit dem Boot gings dann nochmal näher ran an den Gletscher


 Auf unserer Minitrekking-Tour hat unser Tourguide zuerst alles wichtige über Gletscher erzählt. Dabei hat sich zufällig im Hintergrund eine große Eisformation gelöst und ist ins Wasser gestürzt. Einfach toll

 Ausgerüstet mit Spikes konnte es los gehen
 Ab und an hat unser Guide unseren Weg nochmal freigehackt
 Wenn ma sich überlegt, dass diese tiefblauen Löscher bis zu 40 Meter in die Tiefe gehen können

 Wasserfall auf dem Gletscher
 Bis ganz rauf gings
 Und von Oben hat man nochmal einen ganz anderen Blick auf Alles
 In der Mitte driftet die Eisformation auseinander

 Der Abstieg...
...  und zum Schluss die Gletschertaufe: 
23-jährige Katl mit 80-jährigem Whisky auf 300-jährigem Eis

Donnerstag, 12. Januar 2012

Foz do Iguaçu

Unser erster Trip ging hoch in den Norden ins ca 1000 km entfernte Foz do Iguaçu. Dahin muss ma einfach das Flugzeug nehmen. Dort sind mega große Wasserfälle am Dreiländereck von Argentinien, Brasilien und Paraguay. Da wir auf argentinischer Seite gelandet sind und die Unterkunft auf brasilianischer Seite lag, mussten wir noch über die Grenze und kamen erst nach 1,5 Stunden an. Wir haben dann also zu Fuß auf beiden Seiten die Wasserfälle erkundet. Einfach beeindruckend.











 Der Name des Staudamms lautet "Itaipu". Er staut den Rio Paraná an und verbindet Brasilien mit Paraguay.
 Blick von der Staumauer: rechts Paraguay und links Brasilien
 Zu Fuß gings am letzten Tag noch über die Brücke nach Paraguay - Ciudad del Este. Hier gibt es keine Steuern und ganz Brasilien kommt hier her zum Einkaufen. Die "Grenzkontrollen" stellten eher einen symbolischen Wert dar, denn unsere Pässe wollte keiner sehen.

Jahreswechsel

In Argentinien läuft speziell im Monat Dezember die heiße Phase an. Alles muss fertig werden, denn im Januar sind überall Ferien. Mittlerweile erreichen die Temperaturen konstante 30 °C. Dabei laufen selbstverstandlich alle Klimanalagen auf Hochtour und da ist es kein Wunder dass dann öfter mal n Stromausfall kommt (sehr ärgerlichs Sache im Bezug auf die Experimente). Es gibt viele Graduierungen und bei erfolgreicher Arbeit haben die hier ne Tradition, dass der Absolvent in ner langen Prozedur von seinen Freunden und Familie mit Farbe, Mehl, Eiern, Konfetti, ... beschmissen wird. Von außen ist das schon ein witziges Schauspiel.

Von Weihnachtlicher Stimmung ist hier nicht viel zu spüren. Einige dezente Dekorationen sind da schon alles. Weihnachten wurde ich bei Nati (einer Freundin aus dem Labor) und ihrer Familie eingeladen. Die feiern hier den 24.12. als "Noche buena" wo lecker gegessen wird, warten dann bis Mitternacht, wo mit Cidre angestoßen wird und dann am 25.12. ist erst die "Feliz Navidad" und es gibt Geschenke. Später als Heilige drei Könige am 6.01. gibts dann nochmal Geschenke für die Kinder.

Endlich am 30.12. kamen dann auch meine Eltern hier an. Gemeinsam fuhren wir zu Freunden von Aurora und verbrachten dort den Jahreswechsel. Speziell in La Plata haben sie die Tradition der "Muñecos" wo immens große Figuren aus Pappe gebaut und dann um Mitternacht abgebrannt werden. Da fällt die Entscheidung schon schwer, da alle über die ganze Stadt verteilt stehen. Wir haben von Spongebob und Patrick über die Schlümpfe bis hin zu Aladin alles gesehen. 




Montag, 12. Dezember 2011

Colonia del Sacramento - Uruguay

Der Tag, an dem mein dreimonatiges Touristenvisa in Argentinien auslief (04.12.11) kam nun immer näher. Ich entschloss mich dazu, Argentinien zwecks Verlängerung des VISAS ma zu verlassen und wieder neu einzureisen. Uruguay war da die kürzeste Alternative. Aurora half mir freundlicherweise beim Kauf des Tickets für die Fähre. Dann hab ich noch fix das billigste Hostel mit Frühstück in Colonia del Sacramento gebucht, um mir die Nacht dort zu sichern.

Am Freitag nach Arbeit bin ich noch fix in die Sprachschule zur letzten Stunde geflitzt um mein Zertifikat abzufassen, dann fix nach heme, paar Klamotten gepackt. Auf dem Weg zur Bushaltestelle bin ich noch dreimal umgedreht weil mir immerwieder was anderes eingefallen is was i noch ni eingepackt hatte. Dann gings mit dem Bus nach Buenos Aires. Das Ticket hat zwar nur 10 Pesos gekostet, aber ich hab keinen Sitzplatz mehr für die 1,5 h Fahrt bekommen. Naja fand ich doof. In Buenos Aires angekommen hab ich mich mit Ingie getroffen. Die hab ich damals kennen gelernt als ich das erste Mal in Buenos Aires war. Kurzerhand bin ich in ihrem Hostel eingecheckt. Am nächsten Morgen hat sie mich noch bis zum Hafen begleitet und dann gings durch die Passkontrolle und rauf auf die Fähre von „Buquebus“. Die Überfahrt der ca 120 km über den Rio de La Plata dauerte 3 Stunden. 

Colonia del Sacramento hat eine Stunde Zeitverschiebung. Schon am Hafen hat mir die Idylle der Stadt gefallen. Klein, grün, Strand und viele historische Häuser im portugiesisch-italienisch-spanischen Stil. Mein Hostel war nur ca. 800 m vom Hafen entfernt. Nach dem Einchecken bin ich durch die Stadt gelaufen und war überrascht, wie klein das war. Kurzerhand hab ich noch ne kurze „Stadtrundfahrt“ mitgemacht. Am Besten fand ich die anschließende Führung durch den historischen Kern Colonias. Im Hostel zurück hab ich dann paar Leute getroffen, die zufälligerweise auch aus La Plata kamen und am Sonntag ebenfalls zurück fuhren. Damit war nun meine sichere Heimreise auch klar. 

 So stapelt man 4 Personen in Hostels in Buenos Aires um Platz zu sparen.
 Lange Schlange beim Einchecken am Hafen von Buenos Aires
 Abfahrt vom Puerto Madero
 Die Fähr Buquebus
 Hostel "El Viajero" in Colonia del Sacramento (nur 850 m vom Hafen entfernt und genauso weit bis zum historischen Zentrum)
 Colonias Straßen, groß, grün, leer... hier halten sogar die Auto an und lassen einen die Straße überqueeren
 5 km langer Sandstrand. Das Wasser ist nicht salzig und die ersten 300 Meter nur knietief. Es scheint zwar dreckig zu sein, ist aber beim näheren Hinsehen nur von Erdpartickeln so rötlich-braun gefärbt. Man sagt, wer mit einem weißen T-Shirt baden geht, kommt auch sauber wieder heraus (ich habs aber nicht ausgetestet)
 Abends im Hostel gabs lecker Assado auf der Dachterrasse und im Anschluss noch musikalische Unterhaltung. War voll schön und der Himmel sternenklar


 Eine der historischen Straßen mit originalen Häusern aus der Zeit, als die spanier, Italiener und Portugiesen ihren Einfluss geltend machten.


 Natürlich gibts überall Märkte, die Mate und Co verkaufen. Da Colonia auch das touristische Tor zu Uruguay ist, sind die Preise auch dementsprechend hoch
 
 Historischer Leuchtturm...
 ...und Colonia mit Hafen von Oben.

 Vom Obersten Teil des Leuchtturmes kann ma ganz einfach die 120 km nach Argentinien rüber gucken und wer ganz genau hinsieht erkennt sogar die Skylines von Buenos Aires und La Plata (die ja auch gute 60 km auseinander liegen)



 Auf der Rückfahrt nach Buenos Aires kamen wir in den Genuss dieses wunderschönen Sonnenunterganges
Und natürlich Buenos Aires bei Nacht... die Stadt, die niemals schläft

Schlussendlich habe ich mein zweites VISA ohne Probleme bekommen. Ich wurde lediglich bei der Einreise nach Argentinien gefragt ob ich Tourist bin... Klar doch!